Den ersten großen Umbau des Havenhauses
1782 mussten fast alle Nebengebäude weichen.
Jedoch rechtzeitig und vorausschauend - auch
heute nicht immer selbstverständlich - hatte man
bereits 1777 einen neuen Stall auf dem
Gelände gebaut. Die Jahreszahl ist auf dem
Giebel in Richtung Hafen erhalten.
Das ursprünglich als Viehhaus bezeichnete
Gebäude hatte zwar feste Außenmauern,
ansonsten war es gebaut, wie fast alle Ställe
jener Zeit: mit Holzständern, einem breiten
Mittelgang, der "groten Dör" auf beiden
Giebelseiten und einem Heuboden
über der Stallung.


Im Laufe der Zeit erhielt das
Viehhaus eine Reihe von Anbauten:
einen Schweinekoben, eine Remise
für Postkutschen und ein Spritzenhaus
für die Feuerwehr.


Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nach
Auszug der Post aus dem Havenhaus und
damit auch der Pferde aus dem Stall,
nach der Bebauung des Gartens mit
Hafenschuppen, lohnte sich die
Viehhaltung nicht mehr.


Der Pächter des Havenhauses ließ den Stall umbauen und verpachtete ihn als Hafenschänke.
Am Liegeplatz der Torfschiffer mit der großen Treppe zum Hafen war dies eine Erfolg versprechende
Investition, wie die nächsten Jahrzehnte beweisen sollten. Den Namen "Grauer Esel"
erhielt die Gaststätte erst am 2. Oktober 1910.




Der Graue Esel ist gegen Hochwasser und Sturmfluten ausgerüstet. Zusammen
mit dem Havenhaus bildet der Graue Esel das älteste Bauensemble in Vegesack.